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Kann Schule Frieden stiften in Palästina?

Gespräch mit der israelischen Friedensaktivistin Nabila Espanioly

16.06.2019 | 18:00

Der palästinensischen Friedensaktivistin Nabila Espanioly wurde 2003 der Aachener Friedenspreis verliehen. Alida Pisu diskutiert mit ihr über Erziehung als Weg zum Frieden.

«Keiner kann das Jucken deines Rückens so gut beenden wie deine eigenen Fingernägel. Lass dich nicht zum Opfer machen. Trage aktiv dazu bei, Dinge zum Guten zu verändern. Nutze deine Stärke!»

Die palästinensische Frauenrechtlerin und Psychologin Nabila Espanioly wurde 1955 in Nazareth in eine katholische Familie geboren. Seit mehr als drei Jahrzehnten wirbt sie energisch für den Schutz der Bürgerrechte der palästinensischen Minderheit in Israel, dafür, auf der Basis einer Zwei-Staaten-Lösung Frieden zwischen Israel und Palästina zu schaffen, und für die Gleichberechtigung der Frauen. 2003 erhielt sie in Anerkennung ihrer Friedensbemühungen in Nahost gemeinsam mit dem jüdisch-israelischen Historiker und Friedensaktivisten Reuven Moskowitz den internationalen Aachener Friedenspreis.



Seit den 1980er Jahren ist Nabila Espanioly politisch aktiv, nicht nur als Palästinenserin, sondern auch als Feministin: “Palästinenserinnen werden dreifach diskriminiert: als Teil der palästinensischen Minderheit, als Frauen in Israel und als Frauen in einer konservativen palästinensischen Gesellschaft.“ Heute arbeitet sie gemeinsam mit Jüdinnen und Palästinenserinnen daran, Gewalt an Frauen zu bekämpfen und gleiche Arbeitsrechte zu fördern. Zusammen mit der Organisation Women in Black (WiB) (Frauen in Schwarz) und der israelisch-palästinensischen Coalition of Women for Just Peace (CWfJP) (Frauenkoalition für einen Gerechten Frieden) koordiniert sie Kampagnen gegen die israelische Besetzung der West Bank und des Gazastreifens und organisiert Hilfskonvois für die von der Außenwelt abgeschnittenen Gebiete.
Für Nabila sind Friedenspolitik sowie die Förderung von Frauen und Bildung für Kinder unverzichtbar. “Die palästinensische Bevölkerung Israels hat nicht die gleichen Rechte und ist in allen Lebensbereichen wachsender Diskriminierung ausgesetzt. Besonders die Frauen werden benachteiligt, wenn es um Jobchancen geht. Seit der Vertreibung 1948 und den folgenden Enteignungen sind die traditionellen Jobs in der Landwirtschaft weggefallen. Gerade weil landlose Palästinenser oft nur noch als schlecht bezahlte, ungelernte Arbeitskräfte eingesetzt werden, ist es notwendig, dass auch die Frauen arbeiten. Gleichzeitig gibt es aber kaum Krippenplätze. 95,4% der jüdischen Kinder können in den Kindergarten gehen, aber nur 36% der palästinensischen Kinder. Die vom israelischen Bildungsministerium publizierten Kinderbücher und Spielzeuge basieren auf jüdischen Lebensweisen und ignorieren die Sprache und das kulturelle Erbe der Palästinenser/-innen.“ Deswegen ist das Stärken einer palästinensischen Identität für Espanioly unerlässliche Grundlage für eine multikulturelle Gesellschaft in Israel.
(Text: http://wikipeacewomen.org)


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