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© H. Witte (Kier) / A. Schmieding (Hoger)

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Nina Hoger liest in: NACH MITTERNACHT - Keun triff Kaléko

Szenische Lesung mit Texten von Irmgard Keun und Mascha Kaléko

29.06.2018 | 20:00
Musik: Goldberg Variationen und Lieder nach Gedichten von Mascha Keléko
Wenn das arg strapazierte Wort des Fräulein-Wunders in der Literatur je einen Sinn gehabt hat, dann bei diesen beiden großen Autorinnen: Mascha Kaléko und Irmgard Keun. Beide zeichneten neben männlichen Kollegen wie Hans Fallada und Erich Kästner verantwortlich für einen völlig neuen Sound in der Literatur: leicht zu verstehen für jedermann und -frau, witzig, perlend wie Champagner, aber zugleich mit einem Röntgenblick, der tief blicken ließ in das Seelenleben des modernen Menschen.

In die Literaturgeschichte ist diese Epoche eingegangen als Neue Sachlichkeit. Man nannte sie die Großstadtlerche und der zwischen Ironie und Melancholie schwebende Ton verzauberte nicht nur die Berliner, sondern viele Deutsche zu Beginn der 1930er Jahren. Mascha Kaléko war die auflagenstärkste deutschsprachige Lyrikerin in jenen Jahren. Ihr jüngster Lyrik-Band wartete druckfrisch auf die Auslieferung, als Mascha Kaléko im September 1938 gemeinsam mit ihrem Mann und Sohn im buchstäblich allerletzten Moment in die USA emigrierte.

Irmgard Keuns erster Roman Gilgi, eine von uns machte sie über Nacht berühmt. Auch ihr zweiter Roman Das kunstseidene Mädchen war ein Kassenschlager. Viel wichtiger aber: Irmgard Keun hatte den jungen Frauen, die sich während der sogenannten goldenen 20er Jahre zu emanzipieren begannen, eine Stimme verliehen. Die hochfliegenden Träume von Ruhm und Geld des kunstseidenen Mädchens träumten wohl viele Frauen ihrer Generation. Zugleich erweist sich Keun in ihren Romanen als großartige Kennerin der männlichen Seele und ihrer Abgründe. Die Nazis verfemten ihre Romane als Asphalt-Literatur und verbrannten sie. Ihre Erfahrungen in Nazi-Deutschland hat sie unter anderem in dem Roman „Nach Mitternacht“ verarbeitet.
Im wirklichen Leben sind diese beiden Frauen wohl nie aufeinander getroffen. Heiner Bontrup hat für die szenische Lesung ein fiktives Szenario erfunden: Was wäre, wenn Keun und Kaléko einander doch kennengelernt hätten? Was hätten sie sich wohl zu sagen gehabt? Über die Liebe, über die Männer, über Berlin, über die aufkommende Nazi-Zeit, die Zeit im Exil? Antworten erhalten wir aus ihren Gedichten und Romanen, Tagebuchaufzeichnungen und Briefen, die unter der Hand zu einem literarischen Hohlspiegel Deutschlands von den frühen 30er bis hin zu den 50er Jahren des
vergangenen Jahrhunderts werden.

Henning Brand am Piano fängt die Stimmung dieser Texte auf und entführt den Zuschauer auf eine Zeitreise.

Nina Hoger schlüpft dabei in die Rolle der Irmgard Keun, während

Margaux Kier als Diseuse und Sprecherin Mascha Kaléko vor unserem geistigen Auge entstehen lässt.
Heiner Bontrup stellt als Erzähler den geschichtlichen und gesellschaftlichen Zusammenhang her.

Besetzung:

SprecherInnen
Nina Hoger (Irmgard Keun)
Margaux Kier (Mascha Kaléko)Text/Konzept, Sprecher: Heiner Bontrup
Musik: Margaux Kier, Gesang
Henning Brand, Piano
Goldberg Variationen und Lieder nach Gedichten von Mascha Keléko

Vorverkauf 18 euro
Online im Lutherkirchen-Ticketshop

Abendkasse 22 euro

Mit Unterstützung durch den Kölner Frauengeschichtsverein
www.frauengeschichtsverein.de


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